Kleiderschrank
Herzlich willkommen in meinem Kleiderschrank:
Layer 1 (Laufbekleidung)

Kaikkialla produziert schon seit langem sehr hochstehende Funktionsbekleidung. Seit vielen Jahren benutze ich Sportslips, welche synthetisch sind. Auch wenn ich Synthetik auf der Haut nicht besonders mag, schätze ich hier den Tragekomfort, das extrem leichte Gewicht und eine einfache und schnelle Reinigung.
(2024: Unglaublich aber wahr! Seit 2012 sind diese Dinger im Einsatz und ich würde unter keinen Umständen auf sie verzichten wollen. Extrem leicht und stabil, sehr gut waschbar und in wenigen Minuten trocken. Verrutschen nicht und tragen kaum auf.)

Mit der Falke TK2 bin ich jahrelang bestens zufrieden gewesen und wäre es sicher auch heute noch, wenn ich nicht per Zufall auf die kleine norwegische Marke Norheim gestossen wäre. Diese Socke aus einem Mix Merino und Synthetik und einem für mich perfekten Dickemass hat es mir definitiv angetan. Perfekt gepolstert, keine Scheuerstellen und sehr schnell trocknend, sind die perfekten Voraussetzungen für eine Top Socke.
(2024: Auch wenn Norheim als Billigmarke angepriesen wird, sie erfüllen ihren Zweck hervorragend. Sie gehören definitiv in den Rucksack.)

Lange Jahre habe ich bei der Benützung von Shirts auf Synthetik gesetzt. Zum einen wegen des sehr schnell trocknenden Materials, zum anderen wegen des Gewichts. Seit einem Zufallskauf in Geilo (N), hat sich nun aber Merino auch bei mir im 1. Layer eingenistet. Die Marke Devold hat mit ihrer Norang Serie, zwei hervorragende Shirts auf dem Markt, welche beide gewünschten Aspekte perfekt erfüllen. Zum einen trockenen die Shirts extrem schnell und mit den Gewichten, Laufshirt 115 Gramm und das etwas dickere Wandershirt 135 Gramm, sind sie sehr leicht. Dass Merino einen deutlich höheren Tragekomfort hat als Synthetik, versteht sich von selbst.
(2024: Die T-Shirts sind auch heute noch in der Kiste, was ihre Langlebigkeit hervorhebt. Leider sind die Norangs nicht mehr erhältlich, doch ich konnte mir noch 2 Paar sichern. Ich würde allerdings nur noch das Wandershirt mitnehmen, das Laufshirt habe ich nur selten benutzt.)

Wenn es seit Jahren einen absoluten Favoriten bei der Bekleidung gibt, dann sicher die Makke Pant von Lundhags. Diese Hybrid Stretch Hose ist sehr leicht, aber überaus robust. Die einzigartigen Belüftungsmöglichkeiten führen zu einem perfekten Beinklima. Die einzigartige Innenbelüftung am Oberschenkel, die Reissverschlüsse an den Schienbeinen bringen in jeder Konstellation „frischen Wind“ an die Beine. Zum waten können die unteren Teile hochgeklappt und befestigt werden, so dass die Beine bis zum Knie „Hosenfrei“ sind.
Das Dryskin Gewebe der Schweizer Firma Schoeller, garantiert sogar eine gewisse Dichtheit bei leichtem Regen.
(2024: Wenn es eine Nummer 1 in der Ausrüstungsrangliste geben würde, dann wäre es mit klarem Abstand die Buxe von Lundhags! Ich verneige mich vor dieser Hose und ihrer unglaublichen Robustheit. Nach weiteren 120 Tagen, sieht die Hose immer noch fast wie neu aus und hat sich jeden Tag auf`s beste bewährt. Bravo Lundhags!!)

Ein weiteres „Must have“ für mich, ist seit langem das Skinfit Aero Plus light Shirt. Dieses Synthetik Langarmshirt ist ultraleicht, schnelltrocknend und durch sein inwendig eingebautes leichtes Fleece, sehr warm und überaus angenehm zum tragen. Kombiniert mit einem T-Shirt, ersetzt es problemlos eine leichte Jacke. Solo getragen schützt es auch bei warmem, windigen Wetter gegen Auskühlung.
(2024: Die Nummer 2 auf der Rangliste folgt sogleich! Leider wird dieses Teil nicht mehr hergestellt und daher trage ich auch weiterhin sehr viel Sorge für dieses Langarmshirt. Sämtliche Eigenschaften haben sich auch nach 10 getragenen Jahren nicht verschlechtert und das Shirt funktioniert noch immer in bester Weise. Ein weiterer Vorteil hat sich in der Finnmark ergeben… die Moskitos haben den Stoff gehasst und durch das innere Fleecegewebe kamen sie mit ihren Dolchen nicht hindurch, ätsch!)

Den Abschluss der „ersten“ aktiven Schicht, macht die momentan leichteste Daunenjacke der Welt, die Norrøna Superlight down850 Jacke, die gerade mal 200 Gramm auf die Waage bringt. Trotz ihres unglaublichen Gewichts, isoliert die Jacke perfekt und verhindert eine schnelle Auskühlung gerade bei Pausen oder sehr kalten Temperaturen.
(2024: Die Jacke hat vollumfänglich ihren Job gut erledigt. Ihre filigrane Leichtigkeit hat oft dazu geführt, dass ich mich kaum getraut habe, das Teil unter dem Rucksack zu tragen. Allerdings ist sie deutlich robuster, als dass es den Anschein macht. Sie hat mich vor allem in Pausen oder nach dem Wandertag vor der Hütte warmgehalten und in der Nacht hat sie perfekt ihren Dienst als flauschiges Kopfkissen erfüllt. Sie bleibt in meinem Repertoire erhalten. Würde ich nochmals evaluieren, würde ich wohl aus „Kopf-Gründen“ eine etwas stabilere Jacke auswählen.)

Mit diesem 1. Layer ist meine „Laufbekleidung“ vollständig. Da ich nicht schnell friere und zuviel Kleidung während des Laufens auf der Haut nicht schätze, komme ich mit diesem Layer perfekt zurecht. Je nach Temperaturen und Verhältnissen, kann ich den ganzen Layer mit einer isolierenden, leichten Schicht Merino ergänzen. Gerade der Beginn von NPL 2024 am Nordkinn Mitte Juni, wird diese Ergänzung wahrscheinlich nötig machen.
Die meisten Teile der Bekleidung trage ich schon seit Jahren und haben sich bis heute bestens bewährt. Daher werde ich daran auch für 2024 nichts mehr ändern.
(2024: Der 1. Layer passt perfekt und würde wieder so mitkommen.)
Layer 1 (Hütten + Feierabendbekleidung)
Wer meinen Blog schon länger verfolgt und/oder ihn durchstöbert, trifft oft auf das Wort „Komfortzone“. Ein Begriff, der meines Erachtens fälschlicherweise oft negativ angehaucht ist. Eine gewisse Komfortzone zu haben, sie auch zu leben und pflegen, ist ein wichtiger Bestandteil der Erholung und Regeneration. Sich nach einem langen und kilometerreichen Tag wohl zu fühlen, sich zu erholen, ist für den nächsten anstrengenden Tag überaus wichtig und garantiert mehr Leistung.
Anzukommen, sich zu waschen, zu pflegen und danach in ein Set relativ frischer und trockener Kleidung zu steigen, ist für mich eine absolute Wohltat und ein Muss und steigert das Wohlbefinden deutlich.
Gewichtspuristen werden wohl die Köpfe schütteln, doch die knapp 520 Gramm die ich hierfür aufwende, sind mir den Komfort alleweil wert und ich würde nie darauf verzichten!

Das „Wohlfühlset“ besteht aus einer sehr leichten Zip Hose von Skinfit, einem Merino Shirt von Devold und ein paar kurzen Asics Socken. So ist bei grosser Wärme dann auch der Kurzhosen-Part mit der Zip Hose gewährleistet.
Durch das sehr geringe Gewicht von 520 Gramm ist auch die Packmenge sehr klein und überschaubar.
(2024: Einmal mehr haben sich meine Erfahrungen bestätigt. Die „Hüttenschicht“ war unglaublich wertvoll und würde ich im gleichen Sortiment wieder mitnehmen. Der „Sauberkeits- und Frischeeffekt“ ist eine Wohltat am Abend oder an den Ruhetagen und wertet die Erholungsphase deutlich auf.)
Layer 2 (Wetterschutz)
Lange habe ich ausprobiert und getestet, was wohl der beste Schutz gegen Schlechtwetter sein könnte. Regenhosen sind für mich eher lästig und unbequem, da ich an den Beinen oft sehr schnell schwitze und dadurch eh alles nass wird, egal ob von draussen oder drinnen. Diese bei aufkommendem Regen hervorzuholen und überzuziehen, habe ich immer als lästig empfunden und fand es als überaus unbequem damit zu laufen. Doch was gab es für Alternativen? Am besten schaut man dorthin, wo Kleiderproduzenten mit 4 Jahreszeiten und „Jedemwetter“ zu tun haben….nach Norwegen.
Norrøna hat mit seiner Falketind Kollektion bei mir alle Wünsche erfüllen können!

Die Falketind Jacke und Hose sind absolut wasserdicht und sind trotzdem absolute Leichtgewichte. Die Jacke verfügt über grosse Belüftungen unter den Armen, hat zwei grosse Aussen- und eine Innentasche und die Kapuze ist perfekt auf den Kopf einstellbar.
Die Hose hat zwei Seitentaschen und eine grosse Beintasche. Die Reissverschlüsse an den Beinen gehen bis fast ganz nach oben hoch und erlauben ein beidseitiges öffnen.
Die Hose ist keine Überziehhose und so „muss“ ich mich am Morgen entscheiden, ob ich schon von Beginn weg diese anziehe. Allerdings kann ich durch die Reissverschlüsse die Hosen so gut belüften, dass man die Falketind auch locker ohne Regen als Wanderhose benutzen kann ohne gross zu schwitzen.
Der Wetterschutz ist so absolut perfekt für mich und hat schon gröbere Schnee- und Regenstürme überstanden.
(2024: Wo Norrøna draufsteht , ist auch Norrøna drin, so einfach lautet das Motto. Der 2. Wetterlayer hat hervorragend funktioniert und mich an den wenigen, wirklich nassen Tagen, schön trocken gehalten. Falketind ist eine 1a Kaufempfehlung wert.)
Bekleidungsextras:
Für die etwas kälteren Tage, führe ich in meinem Gepäck noch ein paar Extras mit.

Zum einen eine Gore Tex Mütze, Gore Tex Handschuhe mit einem Merino Inlett und ein leichtes Ortovox Stirnband, dass ich auch als kleiner Puff benutzen kann.
Hinzu kommt noch eine Schirmmütze als Sonnenschutz (nicht auf dem Bild).
(2024: Die Extras haben ihren Job gemacht und zusätzlich hat mir das leichte, schwarze Stirnband, im hohen Norden die Dunkelheit in der Nacht gebracht. Es hat hervorragend als Lichtschutz gedient.

Unverzichtbar sind meine Gore Tex Gamaschen von Outdoor Research! Zusammen mit meinen La Sportiva Schuhen und den Falketind Hosen, habe ich schon des Öfteren zum Teil kniehohe Bäche gewatet, ohne nasse Füsse zu bekommen. Durch die enganliegenden Gamaschen ist kein oder nur sehr wenig Wasser eingedrungen.
(2024: Die zum Teil grosse Trockenheit und die sehr tiefen Pegelstände der Bäche 2024, habe ich die Gamaschen kaum gebraucht. Dort wo sie zum Einsatz kamen, haben sie super funktioniert. Tage im hohen, nassen Gras, haben meine Hosen und Schuhe grösstenteils trocken gehalten und es ist definitiv angenehmer so zu laufen, als in nassen „Feuchtbiotopen“ mit Schnürsenkel.)