Und plötzlich mittendrin…

… und das Abenteuer läuft! 5 Jahre nach der Idee, befinde ich mich 2013 auf dem fast 3000 Kilometer langen Fussmarsch zum Nordkap hoch. Tag für Tag laufe ich zum Teil über dreissig Kilometer, den Strassen und Wegen nach, Richtung Norden, ohne auch nur zu ahnen was für eine Odysee mich in den nächsten Wochen und Jahren erwarten wird. Die unglaubliche Faszination des Fernwanderns, dringt immer tiefer in jede Pore und Zelle des Körpers. 24 Stunden am Tag an nichts anderes zu denken als ans laufen, die Schönheit der Natur in sich hineinzuziehen und zu wissen wie unglaublich frei man in jeder Sekunde ist, erfüllt mich mit grosser Demut.

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Wie alles begann, vom Traum, der Planung und Vorbereitung, der ersten Etappe und dem Abbruch 2013, bis zur Wiederaufnahme der Tour 2015 und dem erfolgreichen Abschluss am Nordkap…….. alles nachzulesen, demnächst in Buchform !

Infos folgen: http://www.norgepalangs2013.com

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Mai 2008, als alles begann…..

Selten beginnen grosse Geschichten mit kleinen Ereignissen und doch können sie passieren, sowie 2008 ! Einmal kurz nicht aufgepasst, mit dem Auto falsch abgebogen und schon stand ich an dem Ort, welcher gelinde gesagt, mein Leben auf eindrucksvolle Weise verändern sollte. Damals nichtsahnend, dass ich fünf Jahre später am selben Ort zu der grössten Reise meines Lebens, zu Fuss 3000 Kilometer vom Südkap bis zum Nordkap Norwegens aufbrechen sollte……

Lindesnes 2008

Kap Lindesnes 2008

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Kap Lindesnes 2013

Wie alles begann, vom Traum, der Planung und Vorbereitung, der ersten Etappe und dem Abbruch 2013, bis zur Wiederaufnahme der Tour 2015 und dem erfolgreichen Abschluss am Nordkap…….. alles nachzulesen, demnächst in Buchform !

Infos folgen: http://www.norgepalangs2013.com

 

 

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Buchupdate Nr. 2

Update Nr. 2

Wieder einmal Zeit für ein kleines Update, wie es meinem „Buch“ geht.

Mittlerweile liegt das Manuskript in goldigen Händen, wird redigiert und zusätzlich auch lektoriert. Das heisst, das Manuskript wird bis ins Detail bearbeitet und so gestaltet, dass es für den Leser interessant und flüssig zu lesen ist. Das Lektorat ist auch eine gewaltige Auseinandersetzung zwischen dem Author und seinem Werk. Denn nun kommt die Komponente eines Zweitlesers hinzu, welcher vielleicht das eine oder andere anders sieht und versteht. Ein ungeheuer spannender Prozess, in welchem es viel Verständnis und Kompromissbereitschaft zwischen dem Author und dem Lektor braucht. Ich habe das unendliche Glück, eine wunderbare Lektorin für mein Buch gefunden zu haben, welche nicht nur über viel Erfahrung verfügt, sondern mich mittlerweile auch ziemlich gut kennengelernt hat. Es macht unheimlich viel Spass mitzuerleben, wie „mein Kind“ langsam erwachsen wird und Form annimmt.

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Der Titel ist mittlerweile gewählt und die Erscheinungsform ebenfalls. Nach langem hin und her und prüfen diverser Möglichkeiten des Vetriebs, habe ich nun einen Verlag gefunden, der mir sämtliche Wünsche erfüllen und berücksichtigen kann. Es ist ein grosses Geschenk, mit aller Freiheit ein Buch so zu gestalten wie ich mir das vorstelle. Soeben ist auch die Bilderauswahl beendet und nun werden auch diese noch Buch -gerecht in Form gebracht. Das Werk wird als Taschenbuch, E-Book und wahrscheinlich auch in einer geringen Anzahl als gebundenes Buch im gesamten deutschsprachigen Raum erscheinen.

Momentan liegt alles im Zeitplan für den Erscheinungstermin Ende Jahr und hoffentlich auch für den Tannenbaum 🙂

Vielen herzlichen Dank für das gewaltige Interesse, welches ich nach dem ersten Update erhalten habe. Das Echo war schlicht unglaublich und ich versuche mein Bestes, um die grossen Erwartungen erfüllen zu können. Ich bitte um Verständnis, wenn zur Zeit noch keine Bestellungen oder Reservierungen getätigt werden können. Ich werde rechtzeitig in einem nächsten Update informieren, wann es dann endlich soweit ist.

Tusen Takk !

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Tourbericht TreNTur 2017

Ein langer Tourbericht zur etwas kürzeren Tour 2017 !

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Traum und Realität

…ich bin gerade in der DNT Hütte angekommen und habe den Ofen ein bischen eingefeuert. Es ist frisch im Fjell und hier drin nun bald gemütlich. Der frische Kaffee dampft schon und die halbe Tafel Schokolade ist gerade gegessen, als die Türe aufgeht und ein junges Pärchen hereinkommt. Ich fülle den beiden eine Tasse Kaffee auf und schon bald tauschen wir uns intensiv über den Wandertag und die Verhältnisse am Weg aus. Zum Nachtessen giessen wir uns das kochend heisse Wasser in unsere Beutel mit gefriertrockneter Nahrung. Ich nenne uns schon die Beutelkinder aus dem Fjell oder nordische Kängeruhs. Als wir gerade, mehr oder weniger überzeugend, mit dem Löffel in die Pampe greiffen, springt die Tür auf und ein ziemlich erschöpfter Mann kommt herein. Es ist sein letzter Tag draussen, morgen gehts zurück zur Zivilisation und nach Hause. Er hat sich mit dem Proviant verschätzt und hat kaum mehr was zu essen….. Schnell ist bei uns dreien in der Hütte etwas aus unserem Proviant für ihn zussmmengestellt. Sein Tag ist gerettet und wir können es ohne weiteres abgeben, wenn wir ein ganz wenig zurückstecken in den nächsten Tagen. Bei Kerzenlicht sitzen wir noch gemütlich in der Polstersitzgruppe der Hütte zusammen und plaudern über dies und das. Immer wieder steht jemand auf und geht vor die Türe um das unglaubliche Ambiente das Fjells zu spüren. Stille, Ruhe, Frieden….

Bald schon ziehen sich alle in ihre Kajütenbetter zurück, ein weiterer anstrengender Wandertag steht vor der Türe, und schon wird es still in der Hütte.

Es ist noch früh am Morgen als ich erwache, kein Wunder wenn die Sonne schon um 5.00 an der Nase kitzelt. Ich werfe die Decke zutück und……..erwache im Thon Hotel in Tromsø. Ich reibe mir die Augen und stelle fest….es war ein Traum mit der Hütte, oder doch eine Erinnerung von vor drei Tagen? Es herrscht Lärm in den Gängen und im Frühstücksraum ist der Kampf um die am meist beladensten Teller in vollem Gang. Handys rattern, Zeitungen rascheln, Redeschwall, klirren…..es liegt ein ungeheurer Nebel von Stress, Aufregung und Unzufriedenheit in der Luft. Es schnührt mir die Kehle zu und ich brauche frische Luft. Doch vor der Türe herrscht schon der Alltagskrieg. Hektik wohin man schaut, Auto um Auto rauscht vorbei, aus den Läden dringt schon die permanente, akkustische Dauerberieselung heraus.

In meinem Kopf dreht sich alles und die vergangenen Tage im Fjell kämpfen in meinen Erinnerungen, einen schon fast vergebenen Kampf mit dem hier und jetzt. Die Realität hat mich wieder…

Schön dass man noch träumen kann 🙂

P.S.

…und es gibt tatsächlich sehr viele Leute, die uns Fernwanderer für verrückt halten….. 😉

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Hei fra Tromsø

Was Tromsø???….der Kerl sollte doch irgendwo in der norwegischen Pampa rumlaufen???…tut er aber nicht 😉

Aber alles der Reihe nach….

Bei mir ist alles bestens und ich befinde mich in Tromsø, auf dem verlängerten Heimweg. Nach dem Aufstieg in die Lappjordhütte am Sonntag und dem, wegen sehr schlechtem Wetter, eingelegten Ruhetag, war der Plan am Dienstag weiter Richtung Altevass zu gehen. Die Wetterprognose versprach viel, umso erstaunter nahm ich den fortwährenden Sturm am Dienstagmorgen zur Kenntniss. Nach rund einem stündigen Aufstieg ins Fjell, begann das Unheil mit Schneegraupel und Hagel. Den Pass und die bis zu einem halben Meter tiefe Watung eines grossen Baches, fand in einem ausgewachsenen Schneesturms statt. Fast vier Stunden kämpfte ich mich durch waagerechten Schneefall und Sturmböen Richtung Altevass, bevor die versprochene Sonne, die mittlerweilen blauen Finger wieder auftaute. Das ganze wäre nun ein halb so grosses Problem gewesen, wenn meine bis anhin zuverlässige Kleidung, nicht ihren Bestimmungszweck aufgegeben hätte. Völlig durchnässt musste ich feststellen, dass die ganze Pflege vor der Tour nichts genutzt hatte 😦 Hier musste ich dringend handeln, da die weiteren Prognosen schon wieder Regen angesagt haben.

Die zuerst guten Wettervorhersagen, haben sich aber nun Tag für Tag verschlechtert und der miserable Sommer in Norwegen scheint seine Fortsetzung zu nehmen. Nach einem Telefonat mit Meteo Norge, wurden meine Befürchtungen nun bestätigt. Die nächsten 2 Wochen wird ein Tiefdruckwirbel nach dem anderen über den Atlantik an die norwegische Küste jagen.

Kilpisjärvi – Alta ist somit definitiv gestrichen und somit auch das dritte N in der Tre N Tur, Nábár.

Doch nicht genug, auch mehr als die Hälfte des verbleibenden Rests der Tour, soll von Regen und Nebel beeinflusst sein. Gerade dieser Teil erlebte ich 2015 bei super Bedingungen und ist somit in zu guter Erinnerung, als dass ich das negativ beeinflussen möchte. Mit Altevass ist der einzige, gut erschlossene Ausstiegsort der Tour erreicht, wo ich gut auch zu Fuss nach Setermœn runterkommen kann.

Der Entscheid fiel am Dienstag Abend, nun die Tour zu beenden. Die grosse Hypothek von 2015, mit den tollen Bedingungen und dem sensationellen Wetter, war mir schon vor der Tour bewusst und so kann ich ohne Wehmut nach Hause gehen, denn einfach nur weiterlaufen damit es erledigt ist, liegt nicht drin.

Ich habe zwei sensationelle Wochen erleben dürfen, hatte enormes Glück mit dem Wetter in diesem „schlechten“ Jahr, habe viele gute Menschen kennengelernt und kann überaus zufrieden nach Hause gehen.

Für mich war TreNTur auch ein Test, wie ich nach Norge på langs wieder mit einer längeren Tour zu recht komme. Gerade weil diese Tour nun im praktisch gleichen Raum stattfand wie 2015, war es interessant damit umzugehen. In diesen knapp 300 Kilometern habe ich feststellen müssen, wie schnell man wieder in den Touralltag eintaucht. Es ist kaum möglich dort hinauszufinden und die geplante Mehrzeit zu nutzen, so war ich auch 2017 exakt gleich schnell wie 2015.

Überraschend war für mich dann eher die Bekanntheit meines Blogs und scheinbar meines Gesichts 😉 Kaum ein Tag verging, ohne dass ich darauf angesprochen wurde. Was mir zuerst eher unangenehm war, entwickelte sich zuletzt zu guten Gesprächen und guten Bekanntschaften. Ich wünsche allen, die noch unterwegs sind, gerade den NPL Läufern, jederzeit God Tur videre und ich hoffe auch für jene, welche noch nach Norge oder Sverige wollen, endlich besseres Wetter und eine schöne Tour 🙂

Ha det bra fra Tromsø

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