Hei fra Katterjøkk

Was für eine Woche….Nach langem hin und her und einer gehörig, guten Spürnase fürs Wetter, bin ich nun definitiv meine Norge på langs Route von 2015 gelaufen. Statt dem Nordkalotleden an den norwegischen Bergen entlang, nun über die schwedischen Hochfjells und STF Hütten Sitasjaure und Hukejaure.Danach zurück nach Norwegen ins Narvikfjell mit den Hütten Gautelis, Cáihnávaggi, Cunojaure und Hunddalen, bevor es heute in Katterat mit dem Zug in 20 Minuten ins Turistsenter Katterjåkk ging, wo mein Paket wartete.

Auf dem Weg nach Sitasjaure

 

Hukejaure

 

Gautelisvatnet

 

Cáihnavággi

 

Oallavaggi Tal

 

Hunddalen

 

Auf dem Weg nach Katterat

 

Riksgränsen in Sicht

 

Mein Riecher für Regen sollte wieder einmal recht behalten und so beobachtete ich im Sonnenschein über Tage, die Regenschauer über den norwegischen Bergen. Bis Gautelis begleitete mich der NPL Läufer Matthias aus Erding, welchen ich schon zu Beginn kennengelernt habe. Er musste nun nach Narvik runter um neue Schuhe zu besorgen und wird jetzt wohl einen oder zwei Tage vor mir laufen.

Frisch aufgetankt und mit relativ guten Wetteraussichten, geht es morgen schon wieder weiter, Richtung Dividalen. Evt. werde ich am Montag einen Ruhetag in der Lappfjordhütte einlegen, da der ganze Tag Regen angesagt ist und es eine wunderschöne Etappe wäre. Da ich drei Tage im Vorsprung bin, wäre dies absolut kein Problem. Mittlerweile habe ich den Rhytmus gut gefunden und geniesse es aus vollen Zügen. Das Rucksackgewicht fiel auch von 30 auf etwa 20 Kilo und wird ab morgen nun etwa „gäbige“ 25 Kilo betragen.

Etwas beschäftigt mich aber dieses Jahr sehr….die Fjells sind tod!! Es tönt unglaublich, ist aber leider so. Durch den vielen und lange gebliebenen Schnee, sind keinerlei Nagetiere zu finden. Ich habe bis heute eine einzige Maus gesehen, keine Lemminge, Ratten oder sonstige Nager. Die Hüttenwarte bestätigen auch alle, dass praktisch die gesamte Vogelbrut im Fjell elendiglich eingegangen ist! Es ist weit und breit kein Greiffvogel, Perlhühner (Rype) oder sonstwas zu sehen. Ein paar Kleinvögel wie der Goldregenfeiffer scheinen überlebt zu haben. Keine Insekten (ausser die verfluchte Mückenpest!!) wie Bienen oder Hummeln, keine Grossraubtiere wie Bär,Wolf oder Luchs (einzig in Gautelis eine frische Luchsspur gesehen), einfach nichts. Ist schon eindrücklich was abgeht, wenn ein Glied in der Nahrungskette fehlt! Es fühlt sich eigenartig an, in einem solch stillen Fjell unterwegs zu sein. Ein alter Sami hat mir erklärt, dass dies auch schon früher passiert sei, so in etwa „die Natur reegeneriert sich von selbst“, doch der Klimawandel sei überdeutlich zu spüren. Ich hoffe in Dividalen dann wieder etwas mehr Leben zu sehen.

Grenze nach Norwegen am Gautelisvatnet

 

Kategorien: Allgemein

Beitragsnavigation

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Create a website or blog at WordPress.com