Hei fra Tromsø

Was Tromsø???….der Kerl sollte doch irgendwo in der norwegischen Pampa rumlaufen???…tut er aber nicht 😉

Aber alles der Reihe nach….

Bei mir ist alles bestens und ich befinde mich in Tromsø, auf dem verlängerten Heimweg. Nach dem Aufstieg in die Lappjordhütte am Sonntag und dem, wegen sehr schlechtem Wetter, eingelegten Ruhetag, war der Plan am Dienstag weiter Richtung Altevass zu gehen. Die Wetterprognose versprach viel, umso erstaunter nahm ich den fortwährenden Sturm am Dienstagmorgen zur Kenntniss. Nach rund einem stündigen Aufstieg ins Fjell, begann das Unheil mit Schneegraupel und Hagel. Den Pass und die bis zu einem halben Meter tiefe Watung eines grossen Baches, fand in einem ausgewachsenen Schneesturms statt. Fast vier Stunden kämpfte ich mich durch waagerechten Schneefall und Sturmböen Richtung Altevass, bevor die versprochene Sonne, die mittlerweilen blauen Finger wieder auftaute. Das ganze wäre nun ein halb so grosses Problem gewesen, wenn meine bis anhin zuverlässige Kleidung, nicht ihren Bestimmungszweck aufgegeben hätte. Völlig durchnässt musste ich feststellen, dass die ganze Pflege vor der Tour nichts genutzt hatte 😦 Hier musste ich dringend handeln, da die weiteren Prognosen schon wieder Regen angesagt haben.

Die zuerst guten Wettervorhersagen, haben sich aber nun Tag für Tag verschlechtert und der miserable Sommer in Norwegen scheint seine Fortsetzung zu nehmen. Nach einem Telefonat mit Meteo Norge, wurden meine Befürchtungen nun bestätigt. Die nächsten 2 Wochen wird ein Tiefdruckwirbel nach dem anderen über den Atlantik an die norwegische Küste jagen.

Kilpisjärvi – Alta ist somit definitiv gestrichen und somit auch das dritte N in der Tre N Tur, Nábár.

Doch nicht genug, auch mehr als die Hälfte des verbleibenden Rests der Tour, soll von Regen und Nebel beeinflusst sein. Gerade dieser Teil erlebte ich 2015 bei super Bedingungen und ist somit in zu guter Erinnerung, als dass ich das negativ beeinflussen möchte. Mit Altevass ist der einzige, gut erschlossene Ausstiegsort der Tour erreicht, wo ich gut auch zu Fuss nach Setermœn runterkommen kann.

Der Entscheid fiel am Dienstag Abend, nun die Tour zu beenden. Die grosse Hypothek von 2015, mit den tollen Bedingungen und dem sensationellen Wetter, war mir schon vor der Tour bewusst und so kann ich ohne Wehmut nach Hause gehen, denn einfach nur weiterlaufen damit es erledigt ist, liegt nicht drin.

Ich habe zwei sensationelle Wochen erleben dürfen, hatte enormes Glück mit dem Wetter in diesem „schlechten“ Jahr, habe viele gute Menschen kennengelernt und kann überaus zufrieden nach Hause gehen.

Für mich war TreNTur auch ein Test, wie ich nach Norge på langs wieder mit einer längeren Tour zu recht komme. Gerade weil diese Tour nun im praktisch gleichen Raum stattfand wie 2015, war es interessant damit umzugehen. In diesen knapp 300 Kilometern habe ich feststellen müssen, wie schnell man wieder in den Touralltag eintaucht. Es ist kaum möglich dort hinauszufinden und die geplante Mehrzeit zu nutzen, so war ich auch 2017 exakt gleich schnell wie 2015.

Überraschend war für mich dann eher die Bekanntheit meines Blogs und scheinbar meines Gesichts 😉 Kaum ein Tag verging, ohne dass ich darauf angesprochen wurde. Was mir zuerst eher unangenehm war, entwickelte sich zuletzt zu guten Gesprächen und guten Bekanntschaften. Ich wünsche allen, die noch unterwegs sind, gerade den NPL Läufern, jederzeit God Tur videre und ich hoffe auch für jene, welche noch nach Norge oder Sverige wollen, endlich besseres Wetter und eine schöne Tour 🙂

Ha det bra fra Tromsø

Kategorien: Allgemein

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